6 Aspekte, wie sich positives Denken auf Ihre Gesundheit auswirkt

6 Aspekte, wie sich positives Denken auf Ihre Gesundheit auswirkt

HATTEN SIE JEMALS EINEN “SCHLECHTEN TAG”? Einen, an dem vom Aufstehen bis zum Schlafengehen nichts richtig läuft? Erinnern Sie sich nun daran, wie Sie sich am Ende dieses Tages gefühlt haben – angespannt, erschöpft, gestresst und ärgerlich. Betrachten Sie als nächstes, was dieser Gemütszustand mit Ihrem Herz-Kreislauf-System, Ihrem Verdauungssystem, Ihren Muskeln und Ihrem Gehirn anstellt. Er gibt den Nebennieren das Signal, den Körper mit Adrenalin und Stresshormonen zu fluten. Was nicht so schlimm ist, wenn dies nur gelegentlich geschieht. Weniger gut ist es allerdings, wenn das täglich passiert.

Es besteht kein Zweifel – die Art, wie wir denken, beeinflusst wie wir uns fühlen. Denn unsere Denkweise wirkt sich auf unsere Organe aus. Auch wenn die Beweise dafür noch etwas vage sind, bestätigen Studien den Zusammenhang zwischen einer positiven Lebenseinstellung und guter Gesundheit.

resilienz

Positive Auswirkungen von positivem Denken auf Körper und Geist

1. Verbesserte Belastbarkeit

Resilienz entsteht aus dem Glauben an die eigene Leistungsfähigkeit, dem Vermögen, mit Veränderungen umzugehen, und der Nutzung eines Repertoires an Lösungsmöglichkeiten für Probleme.

Brigid Gillespie 2007

Wir alle gehen durch die Höhen und Tiefen des Lebens. Und es ist nicht leicht, mit gravierenden Lebensereignissen wie einer Scheidung, dem Verlust eines geliebten Menschen oder dem Verlust des Arbeitsplatzes fertig zu werden. Aber der Glaube daran, dass man, egal was passiert, in der Lage ist, seine Gefühle zu akzeptieren und weiterzumachen, ist der Schlüssel zur Resilienz.

Wie wirkt sich das auf die Gesundheit aus? Laut der Mayo Clinic kann “Resilienz helfen, Sie vor verschiedenen psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen zu schützen.”

2. Verbesserte Herz-Kreislauf-Funktion

Die Fakten sprechen für sich – positiv denkende Menschen haben ein um 53 % geringeres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden als diejenigen, die negativ denken. Selbst Optimisten mit einer familiären Vorgeschichte von Herzproblemen hatten eine um 13 % geringere Wahrscheinlichkeit, selbst ein Herzleiden zu entwickeln. Das ergab eine Studie der Johns Hopkins Universität.

3. Ein effizienteres Immunsystem

Wie wirkt sich positives Denken auf das Immunsystem aus? Erstens wissen wir, dass Optimismus das Stressniveau senkt. Eine Studie, die eine Verbindung zwischen Positivität und Immunität herstellen wollte, untersuchte die optimistischen Erwartungen von Studenten mit einem Affekt. Die Ergebnisse zeigten, dass es eine Beziehung zwischen optimistischen Erwartungen und einer zellvermittelten Immunität gab, was zu einem robusteren Immunsystem führte. Andererseits erlebten Patienten, die schlechte Ergebnisse erwarteten, meist auch schlechte Ergebnisse.  Obwohl weitere Forschung erforderlich ist, um genau zu klären, wie sich Optimismus auf die Immunität auswirkt, kann man sagen, dass er durchaus positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

4. Niedrigere Depressionraten

Positive Psychologie ist das Studium dessen, wie körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden miteinander verbunden sind.  Positiv denkende Menschen konzentrieren sich auf das Positive und glauben, dass sie die Kontrolle über ihr Leben haben. Dies erhöht ihre Fähigkeit, mit schwierigen Lebenssituationen wie Krankheit oder Verlust umzugehen.  Es muss zwar noch mehr Forschung in diesem Bereich betrieben werden, aber es ist bereits klar, dass ein Leben in ständiger Negativität das Risiko, an einer Depression zu erkranken, erhöht.

5. Ein längeres Leben

Viele Studien verbinden positives Denken mit optimaler Gesundheit. Einige wenige Studien verbinden Optimismus sogar mit einem längeren Leben. Eine 2019 durchgeführte Kohortenstudie mit Männern und Frauen wollte genau das beweisen. Das Optimismus-Niveau der Teilnehmer wurde mithilfe einer offiziellen Optimismus-Pessimismus-Skala bewertet. Anhand von Modellen wurden Anpassungen für Variablen wie Demografie, Gesundheit und Persönlichkeit vorgenommen. Die Ergebnisse waren konsistent. Männer und Frauen mit der längsten Lebenserwartung hatten im Durchschnitt ein Selbstvertrauensniveau von 95 %. Die Teilnehmer mit dem höchsten Grad an Optimismus hatten also eine erhöhte Chance, über 85 Jahre alt zu werden.

6. Schnellere Wundheilung

Patienten, die unter Angst, Furcht oder Depression litten, hatten eine verzögerte Wundheilung und zählten mit viermal höherer Wahrscheinlichkeit zu der Gruppe mit verzögerter Heilung als die optimistischeren Patienten. Dies bestätigen Befunde aus Beobachtungsstudien, welche die Wundheilung nach verschiedenen Arten von Operationen untersuchten. Des Weiteren wurden depressive oder gestresste Patienten häufiger mit Komplikationen rehospitalisiert. Soziodemografische Faktoren hatten keinen Einfluss auf die Ergebnisse.

positive_seite

Haben Sie ein positives Mindset?

Oder haben Sie zu viele “schlechte Tage”?
Wenn es Ihnen schwerfällt, die positiven Dinge in Ihrem Leben zu sehen und Sie dabei Unterstützung brauchen, gibt es einen Weg. Wir können zwar unsere Veranlagung nicht ändern, aber wir können trainieren, unser Verhalten zu ändern. Dies geschieht mit Hilfe der kognitiven Verhaltenstherapie, die darauf abzielt, Mikroziele zu setzen – ein effektiver Weg, um schrittweise Veränderungen vorzunehmen.
Hier finden Sie Hilfe durch einen ausgebildeten Coach: www.mynd.ch.

geschrieben von Linda Salamin

Es Könnte Ihnen Auch Gefallen
mentaltraining
Wie kann Mentaltraining das Leben verbessern?

Mentaltrainer können uns helfen, das Leben mit Gelassenheit zu meistern. Tamara Cancela, FSP-Psychologin und Doktorandin, erklärt, wie ein mentaltrainer uns dabei helfen kann, weiterzukommen.

Myn Logo white

Can we help?

Myn Logo white

Können wir helfen?