Hilfreiche Tipps zum Stressabbau

STRESS HAT SICH ZUM TREUEN BEGLEITER IM ALLTAG ENTWICKELT. ES GIBT SO VIEL ZU ERLEDIGEN, ABER DER TAG HAT NUN EINMAL NUR 24 STUNDEN. Im Büro türmen sich die Aufgaben ins Unermessliche, es gibt Termine wahrzunehmen und Deadlines einzuhalten. In Zeiten, in denen alles nicht schnell genug gehen kann und trotzdem Höchstleistungen erbracht werden müssen, ist Stressabbau unglaublich wichtig.

Eine Studie von Schweiz Tourismus beschäftigte sich mit der Frage, wie gestresst die Menschen tatsächlich sind. Unter den Probanden waren 2000 Schweizer, von denen 45 Prozent angaben, manchmal unter Stress zu stehen, 27 Prozent sogar häufig. Vier Prozent sind eigenen Angaben zufolge nahezu dauerhaft gestresst.

Der Hauptgrund dafür ist eindeutig: der Job. Fast jeder dritte Schweizer fühlt sich von den Anforderungen, die das Berufsleben mit sich bringt, unter Druck gesetzt. 56 Prozent sind der Meinung, dass eindeutig zu viel gearbeitet werden muss.

Der Stressfaktor, der direkt auf den Job folgt, ist die dauerhafte Erreichbarkeit. Als weiteren Grund nannten die Schweizer Probanden die Anforderung, auf andere erfolgreich wirken zu müssen. Einige führten sogar die Digitalisierung und das Voranschreiten der Technik auf, mit deren Umgang sie sich noch nicht sicher fühlen.

Aber wie kann man all der Belastung, die der Berufsalltag mit sich bringt, standhalten? Gefragt sind hilfreiche Tipps zum Stressabbau, die sich ganz leicht in den Alltag integrieren lassen. Doch bevor es darum geht, soll erst einmal kurz aufgeklärt werden, was genau Stress eigentlich ist.

Was Stress bedeutet und wie er funktioniert

Im Grunde bezeichnet Stress einen Zustand, in dem man sowohl mental als auch körperlich angespannter ist als sonst. Zu unterscheiden ist hierbei aber zwischen negativem und positivem Stress. Oftmals wird der Begriff nur negativ interpretiert. Dabei gibt es tatsächlich förderlichen Stress. Er ist sogar wichtig, denn er stellt einen ganz natürlichen Schutzmechanismus für die eigene Unversehrtheit dar.

So wird der Körper in einen Stresszustand versetzt, wenn Gefahr droht. Das geschieht durch das erhöhte Ausschütten von Stresshormonen wie Adrenalin. Sie sorgen dafür, dass sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Konzentration gesteigert wird. Man kann demzufolge schneller fliehen oder hat mehr Kraft im Kampf. Sobald die Gefahr vorüber ist, verfliegt auch der Stress wieder.

Wird er allerdings zum Dauerzustand, ist die Rede von negativem Stress, und den gilt es zu minimieren. Ausgelöst wird er nicht durch drohende Gefahr, sondern durch Druck – zum Beispiel zeitlich, leistungsbezogen oder auch sozial. Es ist wichtig, richtig mit mentalem Stress umzugehen, um schwerwiegende Folgen wie einen Nervenzusammenbruch oder einen Burnout zu verhindern.

Neben dem Gefühl, dauerhaft unter Druck zu stehen, äussert sich negativer Stress beispielsweise folgendermassen:

  • vermehrte Sorgen und Ängste
  • negative Gedanken dominieren und können nicht beiseitegeschoben werden
  • körperliche Symptome, unter anderem in Form von Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, Übelkeit oder unscharfem Sehen

Welche Methode eignet sich besonders gut zum Stressabbau?

stressabbau_methode

Probleme geht man am besten immer an der Ursache an. Da der Hauptfaktor für Stress oftmals das Berufsleben ist, soll auch dort begonnen werden. Stressbewältigung kann direkt am Arbeitsplatz stattfinden. Ein wichtiger Punkt, dem häufig viel zu wenig Beachtung geschenkt wird, ist die Atmosphäre. Nicht jeder kann sich den Ort, an dem die Arbeit ausgeführt wird, aussuchen.

Nichtsdestotrotz kann der Arbeitsort so angenehm wie möglich gestaltet werden. Wer also beispielsweise einen festen Schreibtisch im Büro oder sogar in einem eigenen Büroraum arbeitet, sollte den Platz ansprechend einrichten. Das trägt erheblich zur Wohlfühlatmosphäre bei und wirkt beruhigend auf das Gemüt.

Von Bedeutung ist auch die Pausengestaltung. Dass die Pausen wirklich wahrgenommen werden sollten, versteht sich von selbst. Arbeitszeit und Pausenzeit sollten klar voneinander getrennt werden. Nur so können sich die Gedanken für einen Moment beruhigen. Körper und Geist sammeln neue Kraft für den Rest des Arbeitstages.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Schutz vor Überlastung. Es gibt Phasen, in denen unglaublich viel zu erledigen ist. Dagegen kann man nicht immer etwas tun, manchmal aber schon. Bitten Sie unzählige Kollegen, für sie einzuspringen oder ihnen bei gewissen Aufgaben zu helfen, besteht keine Pflicht, Ja zu sagen.

Sich stets hilfsbereit zu zeigen, ist natürlich eine positive Eigenschaft, doch die eigenen Aufgaben haben Vorrang. Es sollte also erst einmal sichergestellt werden, dass die zusätzlichen Arbeiten wirklich mit dem eigenen Terminkalender vereinbar sind.

Um immer genau im Blick zu haben, welche Aufgaben anstehen, und den Überblick nicht zu verlieren, ist Organisation gefragt. Gerade wenn sich die Arbeit türmt, müssen Prioritäten gesetzt werden. Andernfalls verliert man sich schnell im Chaos, und das Stresslevel schiesst in die Höhe.

Es gilt, klar zu kategorisieren, welche Aufgaben dringend zu erledigen sind und welche noch etwas länger Zeit haben. So kann alles nach und nach abgearbeitet werden.

Der Geheimtipp der Schweizer zum Stressabbau

stress relief_secret swiss tip

So richtig entspannen kann der Geist erst, wenn er auch räumlich vom Stressauslöser getrennt ist. Ganz oben auf der Liste der Dinge, die die Schweizer am liebsten zum Stressabbau tun, stehen Ausflüge ins Grüne. Zu den beliebtesten Erholungsaktivitäten in der Natur gehört das Wandern.

 

Die Bewegung und die frische Luft sorgen zwar nicht dafür, dass weniger Druck auf einer Person lastet. Beides bewirkt aber, dass deutlich besser mit Stress umgegangen werden kann und negative gesundheitliche Folgen reduziert werden. Auch ruhige Stunden im Garten helfen mehr als 40 Prozent der Befragten, besser mit Belastung umzugehen.

Mit gesunder Ernährung und Sport gegen Stress

«Schokolade macht glücklich», doch leider nur für einen kurzen Moment. Ungesunde Lebensmittel wie Süsswaren, Limonaden oder das schnelle Mittagessen vom Fast-Food-Restaurant sind eine Belastung für den Körper. Sie setzen ihn unter Stress, auch wenn sie die Stimmung kurzzeitig aufhellen.

Wer dauerhaft unter hohem Druck steht, fordert Höchstleistungen von seinem Körper. Entsprechend hoch ist dann auch der Bedarf an Energie und Nährstoffen. Bekommt der Körper all das nicht in ausreichenden Mengen, kann er dem Stress nicht lange standhalten. Eine gesunde Ernährung ist für den Stressabbau also unabdingbar.

Vor allem Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium helfen dabei, Stresshormone wie Cortisol zu reduzieren und erhöhte Anspannung zu verringern. Für viele Personen ist auch Sport ein Ventil zum Stressabbau. Der Körper powert sich aus, sodass er nach dem Training gar keine andere Wahl hat, als sich zu entspannen.

Der Hintergedanke ist ganz logisch. Stress signalisiert dem Körper evolutionsbedingt, dass er fliehen oder kämpfen muss. Er ist also auf Bewegung eingestellt. Kommt es aber nicht zu dieser Bewegung, beispielsweise weil der Beruf sitzend ausgeführt wird, stauen sich diese Reize an.

Beim Sport kann ihnen endlich nachgegangen werden. Hinzu kommt, dass körperliche Betätigung Endorphine und Serotonin freisetzt. Folglich ersetzen Glückshormone Stresshormone.

Über positives Denken und gezielte Entspannungsübungen

positives denken und gezielte entspannungsuebungen

Die Dinge trotz all dem Stress positiv zu sehen, ist gar nicht so einfach. Eine negative Grundeinstellung intensiviert das Stresslevel allerdings, und schnell findet man sich in einem Teufelskreis wieder. Im Idealfall lautet die Grundeinstellung: «Ich bemühe mich, das Beste aus der Situation herauszuholen.»

Gezielte Entspannungsübungen erleichtern den Umgang mit Stress und können die Belastbarkeit erhöhen. Zahlreiche Techniken stehen hierbei zur Verfügung. Kurze Atemübungen lassen sich auch bei der Arbeit durchführen – wie etwa die 4-7-8-Methode.

Dabei atmen Sie vier Sekunden langsam durch die Nase ein und halten den Atem dann sieben Sekunden an. Durch den leicht geöffneten Mund wird anschliessend acht Sekunden wieder ausgeatmet. Eine weitere Möglichkeit ist die progressive Muskelentspannung. Im Rahmen dieser Methode wird jeder Muskel ganz bewusst nacheinander angespannt und wieder gelockert.

Diese Übung hilft dabei, sowohl geistige als auch körperliche Unruhe zu reduzieren. Die progressive Muskelentspannung kann beispielsweise direkt vor dem Schlafengehen praktiziert werden. Nicht selten geht Stress mit Einschlafproblemen und unruhigen Nächten einher. Dank Entspannungsübungen, die unmittelbar vor dem Schlafen durchgeführt werden, fällt es vielen Menschen deutlich leichter, Ruhe zu finden.

Schlaf ist unglaublich wichtig, um Kraft für den neuen Tag zu sammeln. Sie benötigen ihn auch, um all die Informationen, denen das Gehirn den ganzen Tag ausgesetzt wurde, zu ordnen und auszusortieren. Damit wirkt sich die Schlafqualität direkt auf die eigene Stressresistenz aus. So nützen leider auch zehn Stunden Schlaf nichts, wenn er von Unterbrechungen und Unruhen geprägt ist.

Was kann im privaten Bereich für den Stressabbau getan werden?

Um erfolgreich Stress abzubauen, ist es wichtig, Berufliches und Privates bestmöglich zu trennen. Nach der Arbeit sollte all der Druck, der im Job auf den eigenen Schultern lastet, abgeschüttelt werden. So gönnen Sie Körper und Geist eine Entspannungsphase. Doch den Stress von einer Sekunde auf die andere beiseitezuschieben, ist oftmals gar nicht so einfach.

Eine gelungene Ablenkung sind Hobbys, die die Gedanken in eine andere Richtung lenken. Das kann Sport, Lesen, Gärtnern oder Kochen sein – erlaubt ist alles, was Freude bereitet. Wer gern unter Menschen ist, geht diesen Hobbys am besten mit Freunden oder der Familie nach. Sie sind ein sicherer Hafen, an dem man den Stress vergessen oder ihn endlich einmal aussprechen kann.

Alles totzuschweigen, was die Seele belastet, ist nicht immer hilfreich. Wichtig sind Vertrauenspersonen, mit denen man über alles reden kann. Allerdings sollte der Stress nicht zum wichtigsten Thema werden. Oftmals hilft es aber schon, einfach einmal anzusprechen, was gerade auf den eigenen Schultern lastet.

Weg von Perfektionismus und ergebnislosen Konflikten

avoid perfectionism and pointless conflicts

Die Konkurrenz schläft nicht, und nur der Beste kann gewinnen – daran gibt es nichts zu rütteln. Doch schnell verliert man sich in grenzenlosem Perfektionismus. Immer wieder kommen Zweifel auf, ob die eigene Arbeit richtig erledigt wurde und vor allem gut genug war.

Das Stresslevel steigt und steigt. Nur wer erkennt, dass «perfekt» für jeden etwas anderes bedeutet, kann sich von diesem Zwang lösen und Stress damit reduzieren. Wer unter starkem Stress steht, findet sich ausserdem nicht selten in hitzigen Diskussionen wieder.

Die eigene Meinung soll um jeden Preis durchgesetzt werden, um ein Erfolgserlebnis zu haben. Dabei sind es genau diese Diskussionen, die den Stress noch weiter intensivieren, denn sie arten schnell in Konflikte aus. Unter Druck fällt es oftmals schwer, die Dinge objektiv zu betrachten und den Meinungen der anderen ausreichend Gehör zu schenken.

Es gilt, Ruhe zu bewahren und sachliche Gespräche zu führen. So kommt es nicht nur schneller zu einer Einigung, sondern auch zu weniger Stress.

Stresssituationen besser meistern mit mynd

Der Druck, es jedem recht zu machen und immer Höchstleistungen zu erbringen – wer kennt ihn nicht? Stets besser als die Konkurrenz zu sein, herauszustechen und der hohen Belastung Tag für Tag standzuhalten, gelingt nicht jedem. Wer dauerhaft unter Stress steht, kann sogar die eigene Gesundheit gefährden. Methoden zum Stressabbau sind unverzichtbar, um dem entgegenzuwirken.

Nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Gesundheit ist wichtig, und genau darum kümmert sich mynd. Die erfahrenen Coaches liefern wertvolle Unterstützung dabei, mit all den Hürden, die das Leben manchmal aufstellt, zurechtzukommen.

Dank mynd lernen Sie, sich auf die positiven Dinge zu konzentrieren und aus schwierigen Situationen das Beste zu machen. Lassen Sie sich von Stress nicht länger aus der Bahn werfen und wählen Sie Ihren Coach.

Es Könnte Ihnen Auch Gefallen
stressbewaeltigung
So erkennen Sie Dauerstress und bewältigen ihn

Wir alle kennen Stress und Zeiten, in denen wir gereizt und überfordert sind. Stress ist grundsätzlich auch nichts Negatives. Aber Sie wissen wahrscheinlich, dass Dauerstress krank machen kann. Doch wie erkennen wir, dass wir chronisch gestresst sind und wie können wir damit umgehen?

Can we help?

Können wir helfen?