Nähe in Zeiten des Coronavirus

FERNBEZIEHUNGEN. Einst eine Seltenheit, jetzt alltägliche Realität. Für viele von uns. Und es bedarf keiner Wissenschaft, um zu erkennen, dass der Schuldige wie üblich Covid-19 ist. Da die Pandemie Sperren und Reisebeschränkungen mit sich bringt, müssen nicht nur junge Paare, sondern auch ältere Menschen die Hürden überwinden, die es schwer machen, in Kontakt zu bleiben, ohne physisch zusammen zu sein.

Familienzusammenkunft

Es gibt allgemeingültige Wege, um Fernbeziehungen zum Funktionieren zu bringen. Weil man jedoch auch die aktuelle Situation berücksichtigen muss, haben wir bei der Zusammenstellung der folgenden Ratschläge die imaginäre Grossmutter Agnes geschaffen, für die wir einige besondere Tipps haben.

Sehen Sie’s positiv

Zuallererst und vor allem sei betont, dass es eine ganze Reihe positiver Dinge gibt, die man über Fernbeziehungen sagen kann. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Paare, die in Fernbeziehungen leben, stärkere Bindungen aufbauen als Paare aus geografisch nahen Beziehungen. Wenn wir nicht in der Lage sind, mit einem Partner unmittelbar zu kommunizieren, scheinen wir die Kommunikation mehr zu schätzen und damit tiefer und aufmerksamer zu gestalten. OK, und das erzählen Sie jetzt Oma Agnes, die ihre Enkelkinder seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat. Nun, sie kann sich zumindest damit trösten, dass, wäre die Pandemie vor einigen Jahren ausgebrochen, es kein Skype, Zoom oder Meet gegeben hätte, mit dem sie ihre Enkel zumindest auf dem Bildschirm sehen kann. Dies wird übrigens als positives Denken bezeichnet, worüber Sie in unserem Artikel mehr erfahren.

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Welche Tools bieten sich an?

Technologien, ihre Benutzerfreundlichkeit und vor allem ihre enorme Vielfalt sind sowohl ein Segen als auch ein Fluch. Für Fernbeziehungen lautet die allgemeine Empfehlung, Videoanrufen gegenüber Textnachrichten den Vorzug zu geben, da geschriebene Worte auf die Dauer ein beträchtliches Mass an Verwirrung stiften können. Ansonsten ist diese Entscheidung eine Frage der gegenseitigen Absprache. Einige bevorzugen Instagram, andere Facebook. Achten Sie aber darauf, dass Sie nicht jedesmal, wenn Sie diese Plattformen besuchen, Ihre Partner auschecken. Sie können nicht jeden einzelnen Schritt, den Ihr Partner im Laufe des Tages macht, verfolgen, also verhalten Sie sich nicht wie ein Privatdetektiv.

Und was ist mit Oma Agnes, die Schwierigkeiten mit all diesen “intuitiven Schnittstellen” hat? Was ihre Computer-Probleme betrifft, helfen Sie ihr einfach mit Remote-Desktop-Anwendungen wie TeamViewer.

Setzen Sie die Technologien klug ein

Dies ist nun endlich etwas, das man problemlos auf die Kommunikation mit jedermann anwenden kann, auch mit Oma Agnes. Wenn Sie einen Video-/Telefonanruf machen, seien Sie wirklich für die andere Person da. Kein Multitasking also, und reservieren Sie sich die Zeit, in der Sie miteinander kommunizieren, bereits im Voraus. Das erfordert eine gegenseitige Übereinkunft, denn was für den einen funktioniert, muss nicht auch für den anderen gelten. Was die Themen betrifft, so seien Sie persönlich. Das bedeutet, dass Sie mit Ihrem Partner sowohl über ernste Angelegenheiten sprechen als auch Details mit ihm teilen sollten. Anstatt zu sagen: “Ich hatte ein unschönes Gespräch mit meinem Chef”, sprechen Sie mehr darüber, worum es ging und was es so unangenehm machte. Das gibt Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin das Gefühl, als hätte er oder sie die ganze Sache mit Ihnen miterlebt. Sicher, die täglichen Gespräche können gerade in Zeiten des Lockdown, wenn wir kein spektakulär interessantes Leben führen, langweilig werden. Dann scheuen Sie sich nicht, tiefere oder ungewohnte Fragen zu stellen. Sie können auch ein Spiel machen, z.B. jeden Tag eine lustige Frage erfinden – so etwas wie: “Welches Tier kannst du nicht ausstehen?”

Die reale Welt mit einbeziehen

Obwohl Technologien leistungsfähig sind, können sie die Wirklichkeit doch niemals vollständig ersetzen. Stellen Sie also sicher, dass Sie etwas Greifbares in Ihrer Nähe haben, das Sie an Ihren Partner erinnert. Das kann ein Kleidungsstück sein oder ein Stein, den Sie beide letzten Sommer am Strand gefunden haben. Und vergessen Sie auch nicht die altbewährten analogen Kommunikationsmittel wie Briefe oder Postkarten. Natürlich können Sie Oma Agnes ein Bild ihrer Enkelkinder per E-Mail schicken, sie wird es aber nicht an ihren Kühlschrank hängen, wie sie es sicherlich tun würde, wenn Sie es ausdrucken und in einen Umschlag stecken. Sie können auch ein Geschenk bestellen und es an Ihre Lieben liefern lassen. Das unerwartete Klopfen eines Lieferanten an der Tür ist selbst zu Weihnachten eine Überraschung.

Zusammen etwas machen

Zu guter Letzt sollten Sie nicht vergessen, dass Sie auch dann gemeinsam etwas unternehmen können, wenn Sie räumlich getrennt sind. Wie wäre es, gleichzeitig den denselben Film auf Netflix  zu sehen? Oder erstellen Sie eine gemeinsame Wiedergabeliste auf Spotify, in der Sie beide Songs hinzufügen oder neu anordnen können. Oma Agnes würde das wahrscheinlich ebenso wenig zusagen wie das Spielen eines 3D-Shooters. Aber wetten, dass sie dankbar wäre, wenn Sie ihr anbieten, gemeinsam backgammon zu spielen?

Familienzusammenkunft

Wenn Sie nach dem Ausprobieren dieser Tipps immer noch das Gefühl haben, dass Sie Ihre Beziehungen nicht im Griff haben, könnten Sie vielleicht den Rat unserer Coaches in Anspruch nehmen. Manchmal reicht schon eine Beratung aus, um eine solidere Basis zu schaffen. Die gute Nachricht ist, dass mynd Dir die Erstberatung unverbindlich anbietet.

Mynd imge
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