Wie man in der Pandemie mit Stress klarkommt

“Alle Männer (und Frauen!) sind gleich”, hat Thomas Jefferson einmal gesagt.

Richtig, wir alle haben die gleichen universellen Menschenrechte. Aber sind wir körperlich und mental wirklich gleich? Die Antwort ist simpel: Nein! Wir alle haben unterschiedliche physische und geistige Stärken bzw. Schwächen. Und das ist auch völlig OK!

Seit der COVID-19-Pandemie müssen wir mit vielen Einschränkungen leben. Einige mussten selbst eine Corona-Erkrankung durchmachen, andere haben geliebte Menschen verloren – oder ihren Job oder ihr Zuhause. Während der Schulschliessungen sind wir zu Lehrern für unsere Kinder geworden, gleichzeitig sassen wir im Home Office. Die, die ihren Job behalten konnten, mussten sich neuen Gegebenheiten anpassen und vielleicht sogar neue Fertigkeiten erlernen.
Social Distancing und Mindestabstand, keine Reisen, um Familie und Freunde im Ausland zu besuchen – das alles hat unser Unbehagen noch verstärkt. Ungewissheit ist zur neuen Normalität geworden, und das stresst uns alle.
Ja, COVID-19 beeinflusst unser körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden noch immer. Wir müssen Wege finden, mit Traurigkeit, Angst, Einsamkeit und Beklemmung zurechtzukommen. Solche Gefühle sind in der aktuellen Situation ganz normal. Aber wir dürfen nicht zulassen, dass sie sich auf unser Leben und unsere Beziehungen auswirken. Jeder von uns geht mit Stress anders um.

How to cope with stress during a pandemic
Aber was ist Stress eigentlich?

Stress ist die Art, wie unser Körper geistig, emotional oder physisch auf äussere Reize reagiert.

Anzeichen für körperlichen oder mentalen Stress

How to cope with stress during a pandemic
depressive Verstimmung

Der erste und wichtigste Weg im Umgang mit Stress ist, sich körperlich gesund zu halten. Denn es heisst nicht umsonst: Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper. Und da ist etwas Wahres dran. Oder wie Thomas Edison einmal sagte:

Die Ärzte der Zukunft verschreiben keine Medikamente. Sie helfen ihren Patienten körperlich gesund zu bleiben und sich richtig zu ernähren, um Krankheiten vorzubeugen.

Ausgeglichenheit ist der Schlüssel zur Gesundheit. Wenn ein Gebiet – z.B. die Ernährung – unausgewogen ist, zieht es die anderen in Mitleidenschaft. Lifestyle Medicine ist ein ganzheitlicher Ratgeber für Körper und Geist, der auf verschiedenen Säulen aufbaut: Ernährung, Bewegung, Schlaf- und Stress-Management, Natur sowie Beziehungen und Gemeinschaft. Auch wenn es schwer fällt, während der Pandemie ausgewogen zu leben – einige der folgenden Punkte könnten Ihnen sofort helfen:

Eine pflanzenbasierte Ernährung ist mit das Beste, was Sie für Ihren Körper tun können. Pflanzenbasiert heisst nicht, dass es kein Fleisch oder keinen Fisch gibt. In Stressphasen sollten mehr sogenannte „Mood Foods“ zu sich nehmen, z. B. Nüsse, grünblättriges Gemüse, Wildlachs oder Samen. Halten Sie sich an die mediterrane Ernährung (Mediterranean eating plan), die drei Jahre hintereinander zur besten der Welt gewählt wurde und die von der World Health Organisation empfohlen wird.

Die World Health Organisation empfiehlt 150 Minuten sportliche Bewegung pro Woche – z. B. Walking, Radfahren, Joggen oder Schwimmen. Am besten draussen, da dies den Stress zusätzlich zu reduziert. Spezielle Übungen in Stresszeiten: Achtsamkeits- und Atemübungen, Yoga.

Für einen besseren Schlaf müssen Sie alles reduzieren, was den Schlafzyklus stört – wie z.B. Kaffee oder Alkohol. Eine gute Routine vor dem Zubettgehen ist: Täglich zur gleichen Zeit ins Bett gehen, keine Bildschirme im Schlafzimmer haben, ein warmes Entspannungsbad nehmen und Kamillentee trinken.

Stress kann durch mehr Outdoor-Zeit reduziert werden. Mehr Zeit draussen in der Natur zu verbringen, hilft. Das natürliche Licht stimuliert unsere innere Uhr. Menschen, die „mit der Sonne schlafen“, stehen bei Sonnenaufgang auf und gehen bei Sonnenuntergang ins Bett.  Keine Zeit? Wie wäre es mit einem kurzen 20-Minuten-Spaziergang nach dem Essen?

Besonders in harten Zeiten ist es wichtig, über seine Gefühle und Erfahrungen zu sprechen. Am besten mit Menschen, die man kennt und liebt, oder mit jemandem, der die gleichen Probleme hat. Teil einer Gemeinschaft zu sein, ist tröstlich. Bestehen bei Ihnen Ausgangsbeschränkungen oder sind Sie in Quarantäne? Nutzen Sie Telefon, E-Mail oder Videochats, um in Kontakt mit anderen zu bleiben.

Seien Sie nett und achtsam zu sich selbst! Wenn Sie sich trotz einer gesünderen Lebensweise traurig, einsam, depressiv oder wütend fühlen, nutzen Sie digitale Lösungen.

Holen Sie sich digitale Hilfe

Heutzutage gibt es Hilfe auch auf digitalem Weg. Bei mynd arbeiten ausgebildete Coaches, die Sie überall und jederzeit unterstützen – mit Hilfe von kognitiver Verhaltenstherapie (Cognitive Behavioural Therapy). Gemeinsam mit Ihrem Coach setzten Sie sich kleine Ziele und kommen so Schritt für Schritt voran.

Mynd imge
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