Zaudern – Was tun gegen krankhaftes Aufschieben?

WIR SCHIEBEN GERNE DINGE AUF, DIE UNS KEINE FREUDE BEREITEN. Auf Ihrem Tisch sammeln sich Papiere, die Sie eigentlich schon lange einordnen wollten? Die Rechnungen für die Steuererklärung haben Sie noch immer nicht beisammen? Herzlich Willkommen im Alltag vieler Menschen. Doch es gibt auch Personen, die auch enorm wichtige Aufgaben solange vor sich herschieben, bis negative Konsequenzen drohen. Dann gilt dies als eine krankhafte Form des Zauderns. Doch was sind die Ursachen und was können Sie dagegen tun?

Prokrastination bei der Arbeit
Was genau ist das Zaudern?

«Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.» Das wusste bereits Erich Kästner. Auch Zauderer sind sich dieser Tatsache bewusst. Doch sie können nicht anders, als Aufgaben vor sich herzuschieben oder sie gar nicht zu machen. Zaudern ist also ein pathologisches Aufschieben, unter dem die Betroffenen enorm leiden. Anstatt dass sie sich den wichtigen Aufgaben bis zur Deadline widmen, erledigen sie andere, angenehme Dinge. Dadurch kommt es zu Problemen und Stress, wodurch Termine nicht eingehalten werden können.

Besonders häufig anzutreffen ist das Krankheitsbild bei Personen, die sich ihre Zeit frei einteilen können. Das pathologische Verhalten wurde bereits in Schulzeiten bemerkt und wird nun fortgeführt. Manchmal ist «Aufschieberitis» auch in einer psychischen Störung begründet. Dazu zählen etwa Angststörungen, ADHS oder Depressionen. Stress und chronisches Aufschieben gehen ebenfalls oft gemeinsam einher. Umgekehrt kann das chronische Aufschieben selbst auch zu einer psychischen Störung führen. Zaudern hat nichts mit Faulheit, sondern mit einer Störung der Selbststeuerung zu tun.

Was sind die Gründe für ein Zaudern?

Menschen, die Dinge vor sich hinschieben, haben oft Probleme mit folgenden Faktoren:

Diese Verhaltensweisen wurden über die Jahre eingelernt.
Irgendwann funktioniert es als Automatismus, dem die Zauderer nur schwer entkommen können.

Ab wann ist «Aufschieberitis» krankhaft?

Fast jeder Mensch trödelt ab und zu vor sich hin, vor allem bei unliebsamen Aufgaben. Wenn dies jedoch zur Gewohnheit wird und es etwa zu Konsequenzen kommt, spricht man von Zaudern. Zu diesen zählen zum Beispiel Jobverlust, Abbruch des Studiums und Verschiebung von Terminen. Das Leben der betroffenen Personen leidet darunter. Sie verspüren Stress und Druck. Die nächste Deadline kommt bestimmt und die Angst davor ebenso. Es kann nicht prinzipiell gesagt werden, ab wann die «Aufschieberitis» behandelt werden sollte. Sobald aber das Aufschieben Leid in Studium, Arbeitswelt oder im Privatleben verursacht, gibt es Handlungsbedarf. Anhand eines standardisierten Fragebogens kann eruiert werden, wo die individuellen Problembereiche liegen.

Was tun gegen das Zaudern?

Je nachdem, wo die individuellen Probleme liegen, kann an unterschiedlicher Stelle angesetzt werden. Bei der professionellen Form der Unterstützung gibt es Beratung, Psychotherapie oder auch Gruppensettings. Besonders, wenn dem Aufschieben eine psychische Störung zugrunde liegt, ist eine Therapie hilfreich. Durch diese soll die Selbststeuerung verbessert werden. Deshalb eignet sich die kognitive Verhaltenstherapie besonders gut bei «Aufschieberitis». Dabei wird darauf geachtet, dass Folgendes erlernt wird:

  • Umgang mit Ablenkung und negativen Emotionen
  • Veränderung der Gewohnheiten
  • Üben eines alternativen Arbeitsverhaltens
  • Erlernen neuer Strukturierung beim Arbeiten
  • Setzen realistischer Ziele

Je nach Person werden unterschiedliche Defizite in Stärken umgewandelt. Zauderer können jedoch auch selbst einiges tun, um ihr Verhalten zu ändern. Was genau? Das finden Sie in der nächsten 8 Tipps:

8 Tipps gegen das Zaudern

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Krankhaftes Aufschieben kann belastende Konsequenzen auf Sie und Ihren Alltag haben. Es gibt jedoch viele Methoden, um dem entgegenzuwirken. Sollten Sie dabei Unterstützung brauchen, scheuen Sie sich nicht davor, Experten zu kontaktieren.

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